Sprache auswählen

Gleisbau bei Feldbahnen

Die wichtigste Erfindung zur weltweiten Verbreitung der Feldbahnen, das normierte Stückgleis, geht zurück auf den Franzosen Paul Decauville. Er entwickelte es im Jahre 1875 für seine Zuckerfabrik. Sie kann jederzeit mit wenig Arbeitskraft den aktuellen Erfordernissen angepasst werden und ist damit besonders für Einsätze mit häufig wechselnden Streckenverläufen geeignet. Charakteristisch für diese transportable Eisenbahn sind leichte und dennoch robuste Gleise, die von maximal zwei Mann verlegt werden können.


Gleisbau:
Der Oberbau von Feldbahnen ist naturgemäß leicht gehalten, da üblicherweise mit geringen Achslasten gefahren wird. Auch sollen die Gleise leicht zu verlegen sein, insbesondere dann, wenn ihre Lage im Betrieb mehrfach geändert werden muss, um „wandernde“ Abbaugebiete (z.B. Sandgruben) immer erreichen zu können.

Als Schwellen kommen überwiegend solche aus Holz oder Stahl zum Einsatz. Bei leichteren Profilen werden Schienen und Schwellen zu einem Gleisrahmen verbun-den, der auch im Ganzen bewegt werden kann. Diese Gleisrahmen lassen sich leicht verlegen und wieder abbauen. Ihr bevorzugtes Einsatzgebiet sind Baustellen mit ständig wechselndem Gleisbild und militärische Feldbahnen. Eine Sonderform ist das „Patentgleis“, welches nicht durch Laschen verbunden, sondern einfach nur zusammengesteckt wird (ähnlich wie bei Modellbahnen) und das vorzugsweise in der Land- und Forstwirtschaft Verwendung gefunden hat.

Unabhängig von der verwendeten Schwellenart, werden diese im Abstand zwischen 0,5 und 1,0m verlegt, je nach Tragfähigkeit des Untergrundes und der maximalen Achslast der eingesetzten Fahrzeuge.

Kurven:
Die Gleisradien richten sich bei einer Feldbahn im Allgemeinen nach dem Gelände. Allerdings gilt auch für Feldbahnen, dass die Radien möglichst groß gehalten werden, da der Verschleiß an Rad und Schiene geringer ist und die Sicherheit gegen Entgleisen mit größer werdendem Radius zunimmt.

Der Mindestradius einer Eisenbahn hängt von den Fahrzeugen und der Geschwindigkeit ab. Die Geschwin-digkeit kann bei einer Feldbahn vernachlässigt werden. Bei den Fahrzeugen gilt, dass bei größer werdender Zahl der Achsen und größerem Achsstand die Mindestradien größer werden. Bei Lokomotiven wird er üblicherweise vom Werk angegeben.

Generell ist darauf zu achten, dass in Kurven eine Spurerweiterung erforderlich ist. Sie muss umso größer sein, je enger der Radius und je größer die Zahl der starr im Rahmen gelagerten Achsen ist. Andererseits ist auf die Radreifenbreite zu achten, sonst können, insbesondere kleinere Fahrzeuge zwischen den Schienenköpfen durchsacken.

Stück- und Patentgleis:
Die wichtigste Erfindung zur weltweiten Verbreitung der Feldbahnen, das normierte Stückgleis, geht zurück auf den Franzosen Paul Decauville. Er entwickelte es im Jahre 1875 für seine Zuckerfabrik. Sie kann jederzeit mit wenig Arbeitskraft den aktuellen Erfordernissen angepasst werden und ist damit besonders für Einsätze mit häufig wechselnden Streckenverläufen geeignet.

Charakteristisch für diese transportable Eisenbahn sind leichte und dennoch robuste Gleise, die von maximal zwei Mann verlegt werden können. Zudem sind alle Teile genormt, was die Lagerhaltung deutlich reduziert und eine Fertigung auf Vorrat ermöglicht.

Besondere Gleiskonstruktionen:

Gleisbrücken: Wird eine Strecke von zwei entgegengesetzten Stellen aus verlegt, entsteht zuletzt eine Lücke, für die die normalen Rahmen zu groß sind. In diesen Fällen werden die Gleise mit einer Gleisbrücke verbunden.

Kletterweiche: Zur zeitweiligen Ableitung eines Zweig-gleises an einer beliebigen Stelle werden Kletterweichen verwendet. Durch einfaches Umschrauben der Kletter-zungen, und Umlegen des gebogenen Rahmens sind die Kletterweichen für Abzweigungen nach rechts und links verwendbar.

Auflegedrehscheibe: Mit dieser mobilen Drehscheibe konnten kleine Lokomotiven und Wagen gedreht werden, aber auch auf Gleise, die 90° zum Hauptlgleis lagen, gefahren werden, ohne dass hierfür eine Weiche oder viel Platz nötig war.

Quellenangabe: die dargestellten Inhalte konnten freundlicherweise zu großen Teilen von der Internetseite http://ralf-mit-f.com/feldbahn übernommen werden. Hierfür herzlichen Dank an Herrn Ralf Schreiner.

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.